Gemeinschaftspraxis
Dr. Obermayer &
Dr. Steinbacher

KEINE KASSEN

Aktuelles

COVID-19

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient! Aufgrund der Covid-19 Pandemie ersuchen wir Sie den telefonisch vereinbarten Termin möglichst pünktlich einzuhalten, dadurch soll ein Stau im…
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Echotherapie

Die Echotherapie ist eine 100% nicht-invasive Art Krampfadern zu behandeln. Hierbei werden Ultraschallwellen (HIFU – High Intensity Focussed Ultrasound) derart auf die erkrankte Vene gebündelt,…
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Team­verstärkung

Lena Steinbacher, BSc und Mag. Manuela Kainbacher unterstützen uns seit neuestem tatkräftig in der Ordination.
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Ordination

In unserer Ordination finden wir ausreichend Zeit für die Patientenuntersuchung und das ärztliche Gespräch

Die Ordination ist barrierefrei und mit behindertengerechtem WC ausgestattet.

Melk

Himmelreichstraße 15, 3390 Melk

Ordinationszeiten
Mittwoch 08:30 – 16:30 Uhr
(gegen Vereinbarung)

Wien

Mantlergasse 26/2/2, 1130 Wien

Ordinationszeiten
Dienstag 11:00 – 16:30 Uhr
(gegen Vereinbarung)

Keine Kassen!

Ab 1. Jänner 2016 wird Bargeld nicht mehr akzeptiert.
Jeder Patient erhält weiterhin eine Honorarnote mit den erbrachten Leistungen. Wir ersuchen Sie, diesen Betrag innerhalb von 2 Wochen mittels Banküberweisung zu bezahlen.

Die Honorarnote kann zusammen mit der Einzahlungsbestätigung bei der Krankenkasse zum möglichen Kostenrückersatz eingereicht werden.
Wir bitten um Ihr Verständnis.

Leistungen

Diagnostik

  • Detaillierte Anamnese
  • Ausführliche klinische Untersuchung

Venös

  • Duplexsonographie
  • Photopletysmographie
  • Venöse Air-Plethysmographie
  • Venenverschluss­plethysmographie

Arteriell

  • Duplexsonographie
  • digitale EKG-getriggerte 8-Kanal Pulsoszillographie (AngE™ Solution)

Therapie

Venös

  • Ultraschallgezielte Schaumverödung von insuffizienten Stammvenen, Perforantes und Seitenastvarizen
  • Echotherapie – Venenverödung durch gebündelte Ultraschallwellen
  • Therapie von neuropathischen Druckulzera
  • Sklerosierung von Besenreisern
  • Kompressionstherapie
  • Vor- und Nachbehandlung bei Operationen
  • Therapie von neuropathischen Druckulzera (z.B. diabetischer Fuß)
  • Botulinumtoxin A-Injektionen zur Faltenglättung (Dr. Steinbacher)

Phlebo- &
Ulkuschirurgie

Operationen werden je nach Vereinbarung in einer geeigneten Krankenanstalt bzw. Tagesklinik durchgeführt.

Phlebochirurgie

  • Minimalinvasive Techniken nach Mapping wie z.B. stadiengerechtes invaginierendes Stripping
  • Endoluminarer LASER oder Radiofrequenzablation
  • Ultraschallgezielte Tumeszenzanästhesie
  • Minichirurgische Seitenastexhairese

Ulkuschirurgie

  • Shaving
  • Fasziektomie
  • Fasziotomie
  • Mesh-Graft-Deckung

Team

Dr. Alfred Obermayer

Facharzt für Allgemein-
und Unfallchirurgie

Dr. Ferdinand Steinbacher

Facharzt für Allgemein-
und Vizseralchirurgie

Mag. Manuela Kainbacher

Front Office Management
Administration

Gabriela Ertl

Ordinationsassistentin,
Dipl. Gesundheits- & Krankenschwester

Lena Steinbacher, BSc

Ordinationsassistentin
Physiotherapeutin

Lexikon

Besenreiser

Unter Besenreiser versteht man kleine, direkt in der Haut verlaufende erweiterte Venen. Ihr Durchmesser differiert zwischen 0,5 (“rote Besenreiser”) und 2 mm (blaue Besenreiser).

Meist sind diese kleinen Gefäßneubildungen auf eine Bindegewebsschwäche zurückzuführen. Sie haben typischerweise keinen Krankheitswert. Bläuliche besenreiserartige Äderchen im Bereich der Knöchelregion sind oft Ausdruck eines Blutrückstaus in die Venen (Corona phlebectatica paraplantaris).

Diesen Äderchen liegt oft eine größere Nährvene zugrunde. Mittels Lupenbrille und Venoscope kann diese lokalisiert und in örtlicher Betäubung über einen 1mm Hautschnitt (minimikrochirurgisch) nahezu schmerzlos entfernt werden. Verbliebene Besenreiser werden mit Schaum verödet.

Krampfadern

Venenleiden gehören zu den häufigsten Zivilisationserkrankungen. Millionen von Menschen haben Probleme mit den Venen – jede zweite Frau und jeder vierte Mann sind betroffen!

Sauerstoffarmes (“verbrauchtes”) Blut muss aus dem Bein gegen die Schwerkraft zurück zum Herzen strömen. Als Antrieb dient die Kompression der tiefgelegenen Venen durch die umgebende Muskulatur bei Bewegung (=Muskelpumpe).

Das durch die Haut sichtbare, oberflächliche Venennetz besitzt keine Muskelpumpe. Venenklappen verhindern das unerwünschte Zurückfließen von venösem Blut. Bei Klappendefekt kommt es aufgrund der Schwerkraft zu einem unerwünschten Rückstrom von sauerstoffarmem Blut ins Bein, wo Krampfadern hauptsächlich auftreten…der Venendruck steigt!! Krampfadern entstehen!

Ursache und Risikofaktoren

  • angeborene Bindegewebsschwäche
  • aufrechter Gang des Menschen
  • Schwangerschaft
  • Bewegungsmangel
  • Übergewicht
  • Rauchen

Offenes Bein

Der überwiegende Anteil aller Beingeschwüre ist auf eine Venenschwäche zurückzuführen.

Durch den erhöhten Druck in den oberflächlichen Venen kommt es zu einer Schädigung der Haut. Die Druckerhöhung der tiefen Venen bewirkt die Schwellung des Beins.

Ein durch Krampfadern hervorgerufenes Ulcus besteht oft jahrelang, verschlechtert sich typischerweise in der warmen Jahreszeit, kann durch konsequente Kompressionstherapie ev. unterstützt durch eine Verödungsbehandlung zum Abheilen gebracht werden.

Die Operation (“funktionell phlebochirurgische Sanierung”) bietet eine Chance auf eine bleibende Abheilung.

Bei chronischem Venenschaden ist zeitlebens ein Kompressionsstrumpf zu tragen.

Konservative Ulcusbehandlung

Spezielle Wundauflagen verbunden mit einer guten Kompressionstherapie (Kurzzugbandagen, Klebekompressionsverband, Zinkleimverband,..) können ein offenes Bein zur Abheilung bringen.

Unterstützend kann eine Verödung von ursächlichen Krampfadern durchgeführt werden.

Ulcus Chirurgie

Nach exakter Abklärung der Ursachen eines Ulcus cruris wird nach Anbehandlung einerseits versucht, den venösen Blutrückstau zu unterbrechen, andererseits wird das bestehende Beingeschwür je nach Beschaffenheit entfernt und der Defekt mittels Hauttransplantation gedeckt.

Diabetischer Fuß

Prävention und Therapie des neuropathischen Ulkus

Prognosen der WHO für Diabetes mellitus zeigen, dass sich die Prävalenz des diabetischen Fußes zwischen den Jahren 2000 und 2030 verdoppeln wird und damit auch seine Therapie weiter an Bedeutung gewinnen wird. Heute zählen diabetische Fußulzera weltweit zu den häufigsten Ursachen für Amputationen. Fast 15% aller Diabetiker entwickeln im Laufe ihrer Erkrankung ein Fußulkus. Davon enden noch immer 10-15% in einer Amputation.

Was ist ein neuropathisches Ulkus?

Die Polyneuropathie wird neben Diabetes mellitus am häufigsten durch Alkoholismus, aber auch durch eine Angiopathie verursacht. Auch neurologische Störungen (Wirbelsäulen- und Nervenverletzungen, angeborene neurologische Störungen) und andere Stoffwechselstörungen können Auslöser sein. Die Neuropathie beginnt mit einer Schädigung der autonomen Anteile der Nerven und tritt distal symmetrisch auf. Die Neuropathie führt über eine Reduktion der Schweißproduktion zu einer Austrocknung der Haut, während die Durchblutung durch Wegfall der arteriotonisierenden Wirkung des Sympathikus zunimmt („Autosympathektomie“). Diese Hypervaskularisation verursacht im Bereich der mechanisch belasteten Hautpartien, speziell der Fußsohle Hyperkeratosen und im Bereich der Knochen Demineralisation. Die Schwächung des Fußskeletts durch die Demineralisation führt über Impressionen von Gelenkflächen zu abnormer Beweglichkeit und dem Einbruch des Fußgewölbes. Durch das aufgehobene Schmerzempfinden des Patienten geschieht dies oft unbemerkt. Erste Symptome sind oft Blasen an den Zehen, verursacht durch die Längenzunahme des Fußes. Durch die Fehlstellung des Fußskelettes ist das Gewebe beim Gehen während der Abrollbewegung immensem Druck ausgesetzt. Über diesen Druckzonen kommt es zur Ausbildung einer Hyperkeratose („Clavus“), deren Spitze kegelförmig in die Subkutis ragt. Dadurch wird der lokale Druck zusätzlich beträchtlich erhöht und führt zu trophischen Störungen mit zentraler Ulzeration („mal perforant du pied“). Diese schmerzlosen Ulzerationen treten bei unpassendem Schuhwerk („Druck von Außen“) oder im Bereich eines vorspringenden Fußskeletts („Druck von Innen“) auf.

„Jeder Patient der trotz eines plantaren Ulkus nicht hinkt und bei der Abtragung der Hyperkeratosen lächelt, hat eine Neuropathie“ (A. Obermayer)

Der Charcot-Fuß ist eine spontane nichtinfektiöse Zerstörung einzelner oder multipler Knochen- und Gelenkstrukturen, wobei meist die Fußgelenke, besonders im Bereich des Mittelfußes betroffen sind. Bei rund einem Drittel aller Diabetiker mit Polyneuropathie (PNP) tritt in Folge der Osteopenie ein Charcot-Fuß auf. Durch das meist herabgesetzte Schmerzempfinden (Analgesie), wird der Durchbruch des Fußgewölbes spät bemerkt. Belastet der Patient in diesem Stadium den Fuß, ulzeriert dieser schnell unter dem Gewicht des Körpers. Gerade weil der Patient weder bei der Fehlbelastung der Fußes noch bei oft schon tiefen Ulzerationen Schmerz empfindet, kann sich die Situation unbemerkt dramatisch verschlechtern und eine Amputation unvermeidbar machen.

Druckentlastung – aber wie?

Ziel der Therapie ist die Abheilung durch rigorose Druckentlastung, und somit die Reduktion der Amputationsrate. Dies kann nur durch die Reduktion von Druckspitzen erreicht werden.
In der Praxis empfiehlt es sich, ein besonderes Augenmerk auf das Schuhwerk des Patienten zu legen. Dazu ist es wichtig, dass der Patient die am häufigsten getragenen Schuhe in die Ordination mitbringt um sie auf ihre Größe und auf Druckstellen verursachende Kanten und Vorwölbungen hin zu überprüfen.
Zur Druckentlastung stehen verschiedenste Methoden zur Verfügung. Alleine das Entfernen der Hyperkeratosen führt zu einer deutlichen Druckreduktion. Konservative Entlastungsmethoden reichen von Bettruhe, Rollstuhl und Krücken über Einlagen, orthopädisches Schuhwerk, Orthesen bis hin zum Total Contact Cast (TCC).

Der TCC: Goldstandard zur Druckentlastung

Der TCC ist ein gut anmodellierter Vollkontakt-Unterschenkelgips unter Einschluss der Zehen (Weiß- oder Kunststoffgips) zur Druckentlastung bei der Behandlung nichtinfektiöser, nichtischämischer plantarer Fußulzera. Beim TCC erfolgt eine Umverteilung der Belastung auf der Fußsohle sowie die Ruhigstellung des Fußes während entzündlicher und destruktiver Phasen (Charcot-Fuß), Ödemreduktion und dadurch Schutz der Wunde vor Infektionen. So wird eine Umgebung geschaffen, die die Heilung begünstigt, während der Patient weiterhin sein Bein voll belasten darf. Die Granulation und Epithelisation kann einsetzen, da die störenden Kräfte ausgeschaltet werden und die Compliance des Patienten wird passiv verstärkt, da der TCC nicht abnehmbar ist.

Invasive Therapieoptionen sind das Abtragen von Exostosen, die fußchirurgische Korrektur von Zehenfehlstellungen und letztlich die aufwändige Rekonstruktion eines eingebrochenen Fußgewölbes mit Korrektur der Belastungsachse.

Nach erfolgreicher Behandlung neuropathischer Ulzera gilt der Erhaltungsphase großes Augenmerk. Professionelle Haut- und Fußpflege, das Tragen von Einlagen und orthopädischen Schuhen sowie ein striktes Verbot des Barfußgehens bei eingebrochenem Fußgewölbe helfen präventiv.

Sonstiges

Als Fachärzte für Allgemein-, Vizeral- und Unfallchirurgie ist unser operatives Spektrum breit.

Für Eingriffe, die wir Ihnen nicht persönlich anbieten können, können wir Ihnen natürlich ExpertInnen empfehlen.